Nur Hände waschen reicht nicht als Schutz vor Keimen


Einen "Tag der Hände", bei dem die Klinikleitung des St. Antonius-Krankenhauses in Wissen auf die Gefahren der multiresistenten Keime in Krankenhäusern aufmerksam machte, fand am Donnerstag, 23. Juli in der Eingangshalle des Krankenhauses statt. Dort gab es Tipps zur wichtigen hygienischen Händedesinfektion. Wer hat nicht schon von Multiresistenten Erregern in Krankenhäusern gehört, auch als MRE bekannt? Diese Erreger stellen Personal, Patienten vor immer neue Herausforderungen. Es gibt viele, ganz unterschiedliche Ursachen für die Entstehung der so genannten Krankenhauskeime und ihre Resistenz gegen die meisten Antibiotika. Hände stellen, laut aktuellem Stand der Wissenschaft, das größte Übertragungsrisiko von Krankheitserregern dar. Daher ist professionelle Händehygiene eine der wichtigsten präventiven Maßnahmen zum Schutz von Personal und Patienten, auch der Besucher. Deshalb unterstützt die Klinikleitung des St. Antonius-Krankenhauses in Wissen jegliche Aktivität um Personal und Patienten für die Hygiene zu sensibilisieren. In der Eingangshalle des St. Antonius-Krankenhauses konnte das Personal unter den kritischen Blicken von Haus- und Pflegedirektor Mike Dörnbach, der Hygienebeauftragten Sylke Hartig sowie der Hygienefachkraft Heike Kaffer anhand eines Gerätes mit UV-Lampe und einem Skin Diagnostic-Gerät feststellen, ob sie die zur hygienischen Händedesinfektion nötigen sechs Schritte erfolgreich durchgeführt hatten. Mit Hilfe der eingesetzten Geräte wurden dabei die Lücken bei der Händedesinfektion deutlich sichtbar gemacht. Nicht nur das "Wie", sondern auch das "Wann" bei der Händedesinfektion ist wichtig. Händewaschen allein genügt nicht um vor Erregern zu schützen, denn dabei werden die Erreger nur mehr verteilt aber nicht entfernt. Der Einsatz von Desinfektionsmitteln ist unerlässlich. Die Statistik spricht von 500.000 – 800.000 nosokomialen Infektionen im Jahr allein in Deutschland und 3 Millionen in der EU. Daraus resultieren geschätzt rund 50.000 Todesfälle. Dies sollte für jeden Besucher einer Einrichtung Anlass genug sein, beim Händedesinfizieren mit gutem Beispiel voranzugehen und seine Mitmenschen auch darauf aufmerksam zu machen. Die Empfehlung die Hände zu desinfizieren ist nicht von der Hand zu weisen. Laut Klinikleitung und Hygienefachkraft wird diese Empfehlung mit steigender Tendenz angenommen, was am Verbrauch der Desinfektionsmittel deutlich sichtbar geworden ist. Die GFO hat eine eigene Hygieneabteilung etabliert und sorgt mit einer Fachärztin und 15 qualifizierten Mitarbeitern für Hygienestandards auf höchstem Niveau in allen ihren Einrichtungen.


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